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Auf der Suche nach Wohnmodellen in Amerika

 

Eine leere Fläche, eine von einem Stück  Rasen umgebene Betonplatte, wird von der  Besitzerin oder dem Besitzer eines trailers  oder Wohnmobils angemietet, die es hier  zwischen anderen, ähnlichen Strukturen in  einem trailer park abstellen werden. Diese  Wohnwagensiedlung, eine quasi nomadische  Ansammlung identischer, massenproduzierter  Behausungen, jede vier auf dreiundzwanzig  Meter groß, das mag zwar der  letzte Ort sein, den sich eine Amerikanerin  oder ein Amerikaner zum Leben wählen  wird, doch was man hier im Licht der untergehenden  Sonne sieht, fasst dennoch aufs  Genaueste zusammen, was die meisten als  Heim erstrebenswert finden: ein freistehendes  Haus, einen Garten, eine eigene Tür.  „Eine freie Parzelle ist alles, was ich brauche,  um den Rest kümmere ich mich schon selbst“  – das fängt amerikanisches Wohnen ein –,  zutiefst individualistisch und dennoch nicht  zu unterscheiden von der umgebenden  Gemeinschaft (Abb. 1).
 
Teil Eins: Die Situation  Eine freie Parzelle ist alles,  was ich brauche.
 
Als wir gebeten wurden, Beispiele für innovativen  Wohnungsbau auszuwählen, um die  Vereinigten Staaten bei einem Symposium  über weltweites Wohnen zu repräsentieren,  machten wir uns auf die Suche nach Wohnprojekten,  die sich aus mindestens drei Haushalten  zusammensetzen. Als innovative  Wohnmodelle stellten wir uns Projekte vor,  die über die jeweilige Einzigartigkeit Relevanz  beanspruchen können, und wir interessierten  uns für neue Entwicklungsmodelle in Hinblick  auf ihre Finanzierung, oder für Projekte,  die mit ungewöhnlichen Eigentumsformen  oder neuen sozialen Zusammensetzungen  arbeiteten, um eine Architektur zu  schaffen, die in Grundriss und Querschnitt,  Bauweise und Material neue Wege geht. Immer  mit Le Corbusier im Hinterkopf, der  vor langer Zeit revolutionäre neue Wohnmodelle  in die Architekturdebatte eingeführt  hat, durchforsteten wir dieses 300-Millionen-  Einwohner-Land vom Osten bis zum Westen  und vom Norden bis in den Süden. Wir mussten  jedoch einsehen, dass die Vereinigten  Staaten, die einzige Industrienation, deren Bevölkerungszahlen  steigt, nach Jahrzehnten  uneingeschränkter Wohnbauaktivität keinen  besonderen Reichtum an innovativen Wohnmodellen  vorzuzeigen hat (Abb. 2). Warum? ...

 

Susanne Schindler und Denise Arnold

 

Volltext siehe Katalog

 


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Abb. 1 Sunrise Trailer Park, Charlottesville, Virginia; Foto: © Jon Philipp Sheridan, www.jonphillipsheridam.com
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Abb. 2 Sunrise Trailer Park, Charlottesville, Virginia; Foto: © Andrés Bäcker, www.aebdesign.com

 

 

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