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Wohnüberbauung Balance Uster
Uster, Schweiz 2001

 

Ungeachtet aller raumplanerischen und ökologischen Einwände gehört das Einfamilienhaus am Stadtrand nach wie vor zum Traum vieler Familien. Das bereits an drei Standorten realisierte Siedlungskonzept „Balance“ will attraktive und nachhaltige Alternativen schaffen. In Uster, nur elf S-Bahn-Minuten von Zürich entfernt, sind 34 „Häuser“ ressourcensparend in sieben mehrgeschossigen Punkthäusern verdichtet. Die als Edelrohbau verkauften Etagen mit 190 m2 Innen plus ca. 100 m2 Außenraum verbinden Qualitäten eines Einfamilienhauses inklusive eines durchgehenden Umgangs mit Vorteilen wie Kostenminimierung und typologischer Flexibilität. Die Strukturierung der Grundrisse beschränkt sich auf zwei Zugänge vom außen gelegenen Treppenhaus, einen Installationskern und ein freistehendes Schrankelement, das auch die Lüftungsanlage für das „Minergie“- System mit Erdregister und Wärmetauscher enthält, das allerdings nachträglich durch eine Elektroheizung ergänzt werden musste. Mit wenigen Eingriffen lassen sich Varianten vom Loft bis zur 8-Zimmer-Wohnung realisieren. Das zeitigt soziale Vielfalt, so finden sich Jungfamilien neben Seniorinnen und Senioren, die teilweise untervermieten, oder ein Pfarrbüro am Dach.

 

Angelika Fitz

 

Einfamilienhaus-Typologie innerhalb eines Geschossbaus


Architektinnen/Architekten:
Haerle Hubacher Architekten BSA

 

 

 

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Foto: © Stephan und and Kerstin Gisi, 2008

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Wildnis außen, Welten innen – die Siedlung Balance in Uster Uster, Oktober 2008

 

Es war 1999, als das Architekturbüro Christoph Haerle und Sabina Hubacher zusammen mit dem Generalunternehmer Andreas Streich ein Wohnungsbauprinzip entwickelten. Mit diesem Prinzip wollten sie die „harten“ Anforderungen im Wohnungsbau – Ökonomie, Ökologie und Flexibilität – in ein Gleichgewicht bringen, ohne dabei die Architektur zu vernachlässigen. Sie nannten das Prinzip „Balance“ und setzten es in drei verschiedenen Siedlungen um. Eine davon liegt in Uster, einer kleinen Gemeinde im Zürcher Oberland, nur elf S-Bahn-Minuten von der Schweizer Metropole entfernt.

Wussten vor zehn Jahren noch nicht viele, wo Uster liegt, ist das Städtchen heute praktisch ausverkauft. Wohnanlagen schossen aus dem Boden, alte Fabrikareale wurden umgenutzt und werden von einer jungen, kinderreichen und in Zürich arbeitenden Mittelschicht bewohnt. Besonders die entdeckte nämlich die hohe Wohnqualität des Ortes und sorgte dafür, dass auch alternative Wohnformen ihren Platz fanden. So sprach sich auch das 2001 fertig gestellte Balance- Projekt in Uster schnell herum und es bewarben sich viele für den Erwerb einer der 34 Eigentumswohnungen der Siedlung, ohne dass dafür viel Werbung gemacht werden musste.

Als die Siedlung stand, hatten einige Nachbarinnen und Nachbarn ihre liebe Mühe mit der „technischen“ Erscheinung der sieben Baukörper. Die rundum als Balkonschicht auskragenden Betonplatten, die Brüstungen aus verzinkten Stahlgittern und die Glaselemente der Fassaden, hinter denen grau gespritzte Kartonwaben schimmern – all das schließt nicht jeder ins Herz. Der Volksmund gab der Siedlung denn auch wenig schmeichelhafte Spitznamen wie „Gefängnis“, nannte die Häuser „Vogelkäfige“. Doch aus den sieben grauen Würfeln seien schnell sieben grüne Würfel geworden, wie ein älterer Bewohner sagt. Nach sieben Jahren sind die angepflanzten Ranken im fünften Stock angekommen und stimmen Nachbarinnen und Nachbarn sowie die zarter Besaiteten unter den Bewohnerinnen und Bewohnern versöhnlich. ...

 
Axel Simon

 

Volltext siehe Katalog


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