Deutsch | English

 

:: Home | :: Statement | :: Projekte | :: Essays | :: Ausstellungsansichten | :: Research und Vorträge | :: Presse | :: Credits | :: Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

:: Archer Courts

 

 

:: Social Housing in Mulhouse

 

 

:: Tierra Nueva Farm Labor Housing

 

 

:: Elemental Iquique

 

 

:: Moriyama House

 

 

:: Shinonome Canal Court, Block 1

 

 

:: Wohnüberbauung Balance Uster

 

 

:: POS - Social Housing

 

 

:: Eine Häuserzeile - 17 Reihenhäuser

 

 

:: Sargfabrik

 

 

:: Miss Sargfabrik

 

 

:: ten in one - Anklamer Straße 52
11.jpg

Miss Sargfabrik
Wien, Österreich, 2000

 

Weit mehr als ein Wohnmodell ist die Sargfabrik ein Lebensmodell. Neben dem luxuriösen Dachgarten schaffen eine Vielzahl von Gemeinschaftseinrichtungen eine Kommunikations- und Genusslandschaft, die mit Kulturhaus, Restaurant, Kindergarten und dem 24-Stunden-Badehaus auch öffentlich zugänglich ist. Zugunsten des Schwimmbads wurde auf Autostellplätze verzichtet – nur durch eine Widmung als Wohnheim konnten dennoch öffentliche Förderungen beansprucht werden. Eigentümer ist der Verein zur integrativen Lebensgestaltung, der die 75 Einheiten, Maisonetten mit einer Grundfläche von 45 m2, wobei bis zu sechs Einheiten gekoppelt werden können, in einem genossenschaftsähnlichen Modell vergibt. Fluktuation gibt es kaum. Identifikation und Engagement gehen bereits auf die zweite Generation über, von denen einige nicht weiter weg als in den jüngeren Ableger des Soziotops, die benachbarte Miss Sargfabrik, ziehen möchten. Ihre 39 Einheiten, darunter einige Wohn-Arbeits-Ateliers, bieten mit geknickten Wänden und schiefen Fußböden neue Raumerlebnisse. Gemeinschaftsküche, Bibliothek und Proberaum erweitern die Einrichtungen der Sargfabrik.

 

Angelika Fitz

 

Das Dorf in der Stadt


Architektinnen/Architekten:
BKK-3 ZT GmbH

 

 

 

11_misssargfabrik.jpg

Foto: © Harald Huscava, 2008

miss_01.jpg miss_02.jpg miss_03.jpg

Das Dorf in der Stadt Stimmen über die Sargfabrik Wien, Oktober 2008


„Die Globalisierung des Kapitalismus wird von einem Gespenst heimgesucht, ein Gespenst eines neuen Kollektivismus. Wir begegnen diesem Gespenst nun tagtäglich.“ Blake Stimson und Gregory Sholette

Transformationskammerl und Plappermäuler

„Die Sargfabrik ist ein Dorf in der Stadt. Aber es handelt sich nicht um Rückzug. Es geht um die eigene Kraft, die eigene Identität.“ „Es ist extrem wie ein Dorf. Es gibt viele Plappermäuler, bla, bla, bla. Der ist das passiert oder dem ist das passiert, das weiß man sofort. Die Dinge verbreiten sich sehr schnell hier.“ „Es ist eine enge Kommunikationsstruktur mit verbalen und nonverbalen Ebenen. Dass es zwei Zugänge gibt, von zwei verschiedenen Seiten, das ist auch sehr wichtig.“ „Man ist eingeschlossen in seiner Gemeinschaft.“

Die Sargfabrik ist die Multiplikation ihrer Geschichten. Im Ziel liegt die Dynamik, immer neue Energien für das laufende Projekt mit dem Namen Sargfabrik freizusetzen. Ist ein Ziel erreicht, so transformiert sich das Ziel in die Aufrechterhaltung des Status quo, so transformiert sich das Ziel in viele kleine Ziele, die ein Miteinander herausfordern. „Viele haben ihre eigenen Interessen, die sie hier alle verwirklichen können. Für all das gibt es Platz hier.“ Hier ist der Ort dafür. „Es ist immer so, dass etwas Neues entstehen kann. Ich arbeite gerne mit den Fetzen. Heute gibt es ein Transformationskammerl. Da sind meine Fetzen, zum Ausprobieren. Wir haben Modeschauen gemacht, wie Adam 2000, wie Eva 2000.“ Die Kollaborationen entstehen aus dem Ort. Der initiative Funke springt leicht über. Auch wenn die Interessen sich im Detail vollkommen unterscheiden mögen, ein hohes Ausmaß an diversifizierter Interessenslage, ein hohes Ausmaß an Motivationspotenzial ist auf engstem Raum versammelt. „Eigentlich sind sie alle recht ähnlich, aber es gibt schon auch Unterschiede.“ „Wenn man 50 Leute aus dem Kosovo unterbringen will, dann ist das hier möglich. Das ist politisch schon was Tolles. Diese relative Selbstverständlichkeit, Dinge zu tun. Der Ort lässt viel zu.“ ...

 
Elke Krasny

 

Volltext siehe Katalog


Größere Kartenansicht

 

 

© MVD Austria | 2017/08/18 | login

MVD Austria | Mariahilferstrasse 93/2/24 | 1060 Wien | mvd[at]mvd.org | fon +43 1 969 1900 | fax +43 1 969 1900 99 | http://www.mvd.org